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Trommelfeuer

Henry´s Bodhrán Seite

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The Bodhrán Page by Josh Mittleman
and Kirk Witmer: tipper maker

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deutsch Inhalt

  1. go down Es war einmal ...

  2. Gucken und Staunen...

  3. Erste Schritte....

  4. neu Wer will auch mal und hat noch nicht ....

  5. Mein eigener Stil ....und mehr
    Bodhrumming ...

    Zusammenfassung ... , was ich brauche und mag.

    Einige Bodhrán-Tips Transport, Pflege und Tonabnahmesoon
  6. Bodhrán für Anfänger
  7. Bücher, Videos
  8. go www Weitere Bodhrán-Links
    deutsch Bodhráns und Rahmentrommeln - umfangreiche Linkliste

    deutsch Bodhráns aus dem Musikkeller Hamburg

    Irish The Secrets of the Bodhrán and how to play it (by Malachy Kearns)

    english The Hobgoblin Bodhrán Page instruments for all budgets


    Hier ist Guido's Bodhran Welt

  1. english Es war einmal...
  2. 1984 sah ich zum ersten Male einen jungen Iren auf einer mir unbekannten Trommel spielen. Merkwürdigerweise hielt er das Instrument senkrecht und bearbeitete das Fell mit einem Klöppel, der aussah wie ein Knochen. Da ich aus meiner Blues-und Rockzeit mit Abstechern in diverse Jazzrichtungen schon immer ein Faible für fetzige Drummerei hatte, war ich platt - so etwas hatte ich weder gehört noch gesehen. Das klang wie in Gene Krupas besten Zeiten auf seinem Tomtomset - nur wurde hier einhändig auf einer Trommel mit eben dieser Leichtigkeit gespielt, wenn auch der Rythmus irgendwie anders war. Ich bemerkte zwar, daß die Tonhöhe durch Druck der linken Hand auf das Fell geändert wurde, aber was die Rechte vollführte, blieb meinem forschenden Auge verborgen - Zeitlupe müßte man gucken können !!!

    Weil ich in just dieser Zeit feststellte, daß ich im Grunde meines Herzens eigentlich Folkie war, stand für mich fest:

    Das ist es !!!!!
    Also legte ich die Bongos zur Seite, hakte die Marschtrommel vom Gürtel und wollte mir schnellstens auch so ein Instrument besorgen - Fehlanzeige ! Niemand in Hamburg's Gebraucht-Musikalien-Geschäften konnte mir helfen, weil ich einfach nicht wußte, wie das Instrument hieß, das ich kaufen wollte. Ich versuchte es zu erklären:

    "...eine flache Trommel mit nur einem Fell "

    "Ah, ein Tambourine !"

    "keine Schellen bitte"

    "Bitte schön, diese Trommel mit 5 cm Rahmen und einem unverwüstlichen Plastikfell und hellem dünnen Klang wird sehr gerne von weiblichen Jazz-Gymnastikgrupen genommen, ...hihihi.....darf es diese sein ? "

    "Nein, sie wird nicht mit der Hand gespielt sondern mit etwas , was aussieht, wie ein Knochen"

    -hier muß der Chronist - die Antwort den Knochen betreffend - zensierend eingreifen-

    Ich war damals jedenfalls schon in der Lage, meine roten Ohren und Wangen zu beherrschen, um das Unverständnis zu verkraften. Alles was ich wußte, war der Name des Drummers, sein Name ist go to Moss. Er spielte damals in der Gruppe go to Pinch of Snuff , - heute eine Hamburger Legende und eine der ersten Gruppen, die Irish-Folk-Musik in der Gegend spielten.

    Moss ging 1995 mit seiner deutschen Frau Susanne und ihren Kindern zurück nach Irland. Wenn ich heute auf das Foto im Hamburger Folkmagazin schaue, hoffe ich, daß zukünftig aus seiner Familie noch mehr Bodhrán-Spieler und Irish-Dancer hervorgehen. Man weiß ja nie nichts genaues - obwohl und wenngleich man die Hoffnung nie aufgeben darf. Eines steht jedoch fest : viele Bodhránees in und um Hamburg sind von Moss und seiner Art zu spielen, inspiriert worden. Falls ihn jemand in Irland treffen sollte, möge er kundtun, daß wir ihn in guter Erinnerung behalten haben.

    Letztendlich kaufte ich in dennoch diese Rahmentrommel und versah sie mit einer Fußmaschine mit dem Risiko, als singender Folkie und pedaltretender Tinwhistler eu(manchmal auch "em")phorisch die Tommel flachzulegen, was zu meinem Leidwesen und zur Erbauung des Publikums oftmals gelang.

    Damals waren The Dubliners die einzige mir bekannte Gruppe, die Irish-Folk erfolgreich präsentierten. Doch leider hatten sie nie eine Bodhrán dabei.

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  3. Gucken und Staunen...
  4. 1987 ging ich für eine Woche nach England, um die liebe Verwandtschaft zu besuchen. Robin führte mich in einen kleinen Irish Music Shop in London. Ich traute meinen Augen nicht - und bestaunte eine Unmenge Bodhráns, Tippers, Whistles und Irish Pipes, die ich eigentlich alle und sofort käuflich erwerben wollte, was aber durch ein Riesenloch in meiner Reisekasse verhindert wurde. Dennoch langte es zu meiner ersten Paddys-Day-Feier in einem überfüllten Music-Pub und ich hatte Gelegenheit, recht nahe an der Bühne stehend, dem Bodhránisten auf die flinken Finger zu schauen. Sein Instrument war recht einfach gehalten, einige Drähte ersetzten das Innenkreuz und ganz rund war es auch nicht, aber der Klang und der Rhythmus faszinierten mich. Da wußte ich endgültig, daß ich unbedingt eine Bodhrán haben mußte, obwohl mir noch nicht klar war, wie ich zu spielen hatte.

    Dem geneigten Leser wird nicht entgangen sein, daß ich in Anlehnung an die Trommel - und wegen der Liebe zum Instrument - den weiblichen Artikel für die Bodhrán verwende. Den männlichen Artikel mag der harte Klopfer verwenden, wie auch der sächliche nicht im entferntesten Sinne die Möglichkeiten des Klanges auszudrücken vermag. Echte Bodhránees lieben nunmal "ihre" Bodhrán !

    Wieder zu Hause ging ich erneut auf die Suche. Im Musikkeller Hamburg ( hier schließt sich nach Jahren wieder einmal zufällig ein Kreis ) erstand ich meine erste richtige Bodhrán, eine nicht stimmbare Walton´s mit gut ausgewogenem und leichtem Klöppel (cipín, tipper - auch Schlegel oder Klopper genannt). Ich begann auf natürliche Art und Weise zu spielen, so wie jeder Drummer sein Cymbal (Becken) bearbeitet , nämlich auf das Fell mit der Vorhand zu schlagen und Rolls mit beiden Enden des Klöppels zu erreichen. Ich nenne diese Spieltechnik Bodhrum Style. Diese war wegen des Offbeats gut für amerikanischen und deutschen Folk, aber für Irish Music irgendwie nicht zu gebrauchen.

    Ich hörte De Dannann mit Johnny McDonagh's Solo The Boys of Ballysidare (1976) und The Chieftains mit Kevin Conneff. Ich bemerkte einen kleinen Zeitunterschied, welcher später noch genauer untersucht werden soll. Zweifelsfrei mußte ich mir eine andere Spieltechnik angewöhnen, um Irische Musik zu begleiten. Aber wie soll man lernen, was keiner einem zeigt - da bleibt nur der Weg über genaues und geduldiges Anhören von Tunes, bis sie im Kopf präsent sind. Wenn man weiß. wie es klingen soll, wird klar: Irische Rhythmen sind offenbar komplexer als in anderen Folkbereichen.

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  5. Erste Schritte....
  6. 1990 hatte ich die Gelegenheit, erstmalig The Irish Folk Festival in Hamburg zu besuchen, schließlich spielte dort De Dannan mit Colm Murphy an der Bodhrán. Colm ist Linkshänder. Während er seine Version von The Boys of Ballysidare spielte, konnte ich seine Spielweise mit einem kleinen Fernrohr studieren, wenngleich ich dabei meiner schönen unbekannten Nachbarin etwas näher rücken mußte, als normalerweise schicklich ist - ich leiste hiermit im Nachhinein Abbitte im Namen der Musikwissenschaftlichen Forschung. Manchmal hat man im Konzertsaal entweder 2 Armstützen oder keine. Auch auf den stiernackigen Vordermann hat man im Kartenvorverkauf selten Einfluß was aber in diesem Fall besagte Auswirkungen auf jene Weiblichkeit hatte. Sorry - und egal - beidarmig aufgestützt und die Lücke erzwingend verstand ich plötzlich die Bewegungen des Handgelenkes in Verbindung mit dem gleichzeitig gehörten Rhytmus.

    Ich sah, wie die rotierende Hand den Schlegel über das Fell sausen ließ -, bemerkte, das ein Upstroke anstelle des Downstrokes den Akzent an die richtige Stelle setzt und erkannte, daß die Bewegungen der Hand im Inneren der Bodhràn verschiedenen Klangfarben erzeugt. Dieser Konzertbesuch hatte sich also gelohnt.

    Für mein Verständnis war sehr wichtig, daß ich einem linkshändigem Bodhánisten gegenüber saß. Dies ist mit einem Spiegeleffekt vergleichbar, der die Vorstellung von der eigenen Spielweise positiv unterstützen kann. Viele gelernte Drummer wie ich haben im Laufe der Zeit eine gewisse Vorstellung und Technik zur Umsetzung von Gehörtem zum Gespielten entwickelt. Hör ich das - spiel ich das - ist oft mit einer inneren Di-Ga-Di-Du-Da-Sprache der Tabla-Drummer verwandt Tonhöhen werden durch Klangsilben symbolisiert und in entsprechende Schlagfolgen umgesetzt.
    Endlich war ich an dem Punkt angekommen, wo es mir möglich war, den Kerry Style zu lernen, - mit einem Spiegel war leicht nachzuvollziehen, was ich gehört und gesehen hatte.

    Zur Zeit benutze ich vorzugsweise eine stimmbare 16" Bodhrán mit Holzkreuz und einem Anfangs noch streng riechendem Ziegenfell von Brendan White ( Willem-Alexanderstraat 41, 5502 VB Veldhoven, NL Netherlands, Tel. 0031-40-2542119). Das Instrument hat einen sehr großen Klangbereich - Danke Brendan !
    Ich kaufte die Bodhrán in Hamburg / Germany bei
    Schalloch Folk Paradise, Karolinenstr. 4, Tel.(+49) (0)40 438494
    und zahlte dafür ca. 330.- DM mit einem perfekt gedrehten 8 1/4" Klöppel.

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  7. Wer will auch mal und hat noch nicht ....
  8. Aus kommunikations-technischer Sicht kann die Bodhràn als das erste echte Ostfriesen-Handy bezeichnet werden, erfüllt sie doch alle Voraussetzungen bezüglich Mobilität und unerschöpflicher Standby-Kapazität bei großer Bandbreite für weitreichende und stör-resistente d.h. uneingeschränkte Informationsverbreitung. In Sonderfällen ist es sogar gelungen, sie als Rauchsignal-Zeichengeber unter Einsatz nur eines Streichholzes (Telecom-Mutations-Konverter) sinnvoll einzusetzen. In der Taktrate ist sie den klassischen Morseapparaten absolut überlegen, wenngleich ein entsprechendes Aufzeichnungs- und Empfangsmodul technisch noch nicht implementiert werden konnte. Berücksichtigt man aber zuzätzlich den wahrhaft kostenlosen Abrechnungs-Zeittakt für internationale Verbindungen, wird ihre Vorrangstellung hierdurch nur noch deutlicher manifestiert.

    Leider hat niemand ein Interesse daran, etwas Kostenloses zu unterstützen, deshalb gibt es auch keine Lernstrukturen, um das Spielen auf der Bodhrán zu lernen. So kämpfe dann also jeder seinen eigenen Kampf gegen die Anfangsprobleme. Wer Anweisungen in einem Buch findet, nehme diese als einen Teil des Bodhránspiels und ergänze sie mit Gehörtem aus CD- und LP's oder mit Beobachtungen von Bodhránees beim leibhaftigen Spielen.

    Habe Geduld beim Lernen. Verlange nicht alles auf einmal von Dir. Es lohnt sich, langsam und bewußt zu üben und erst dann die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn das Gelernte in konstantem Tempo leicht und locker von der Hand geht. Das größte Hindernis ist wohl die anfangs ungewohnte Haltung des Klöppels, darum ist wichtig für eine saubere Spielweise, die Bewegung der Spielhand zu trainieren. Wenn das Handgelenk schmerzt, sollte man eine entspannende Pause einlegen und das Tempo reduzieren.

    Die Bodhrán sollte vorzugsweise als begleitendes Instrument eingesetzt werden. Allerdings benutze ich sie oft als Schlagzeugersatz mit etwas anderer Technik, weil die nicht-keltische Folkmusik einen anderen Rhytmus benötigt. Versuche sie so einzubringen, daß man merkt, das etwas fehlt, wenn Du nicht spielst !

    CAPITO ? Nochmal:

    Die Kunst des Trommlers liegt nicht in der Lautstärke sondern in der unmerklichen aber stetigen Begleitung der Mitmusikanten, damit diese nicht untergebuttert werden. Der Zuhörer sollte das Gefühl haben, daß Deine Spielweise die Musik hervorhebt. Nach meiner Einschätzung sind alle Techniken erlaubt - allerdings unter der Voraussetzung, das Du den double-ended Kerry style gelernt hast. In einige Fällen kann es vorkommen, das Du ein Solo spielen darfst, es ist nichts dagegen einzuwenden, solange es die gekonnte Ausnahme bleibt und Du derjenige bist, der meine Ausführungen ad Adsurdum führt. Normalerweise sind Bodhránees jedenfalls Compagneros. Merke: bei Witzen über Fiddler lachen alle, bei Bodhránwitzen nicken alle zustimmend mit dem Kopf !

    Wenn Du ein erfahrener Bodhránee bist, zeige Anderen was Du gelernt hast - aber bitte in ZEITLUPE ! Versuche einmal mit Deiner anderen Hand zu spielen, es versetzt Dich in die Situation des Anfängers und - jetzt auf gleichem Level - verstehst Du Dein Gegenüber und empfindest es vielleicht als eine neue Herausforderung für Dich, weil Du jetzt der Spiegel bist, in den Dein Partner schaut.

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  9. Mein ganz eigener Stil ....und mehr
  10. Bodhrumming ... Offbeat playing mit dem Einhand-Drumset ...
    Zusammenfassung ... , was ich brauche und mag.
    Einige Bodhrán-Tips, Transport, Pflege und Tonabnahme soon

    Europäische Folkmusikbasiert meistenst auf Vierteln (common time), irische Rhythmen haben die Triole fest implementiert, auch dann, wenn sie im 4/4 takt gespielt werden. Diese Aussage ist vereinfacht das fundamentale Geheimnis der Tunes und für mich ein Grund mehr, den Bodhrum-Stil einzusetzen !

    Achtung, dies ist die letzte Gelegenheit, nicht traditionelle Anleitungen zum Spielen der Bodhrán zu vermeiden. Was jetzt kommt, ist untypisch. Puritaner wechseln jetzt besser zu Josh Mittleman's The Bodhrán Page , nur Neugierige und Unverbesserliche lesen hier weiter !

    Kann es weitergehen ? Lege zuerst Deine Bodhrán zur Seite, entspanne Dich und schließe die Augen, schnippe 2 mal Deine Finger - greife dann zum Instrument und öffne die Augen --- ein Wunder --- es ist eine Bodhrum !

    Bodhrumming

    Wie schon vorher beschrieben, begann ich als gelernter Schlagzeuger das Trommeln auf die für mich als natürlich empfundene Art und Weise. Als Drummer ist man gewohnt, das Becken oder die Trommel nur mit der Spitze des Trommelstocks zu bearbeiten. Eine Schlagvariante mit dem Griffteil an der Innenhand ist nicht nötig, weil schnelle Beats nicht nur wegen der Stocklänge ( ca 25 % Grifflänge : 75 % Schlaglänge) reflexartig aus dem Handgelenk erzeugt, sondern außerdem durch den Einsatz eines weiteren Sticks in der 2. Hand ergänzt werden. Auf der Bodhrán hatte ich jedoch sofort 2 neue Probleme zu bewältigen, da ich nur einen Schlegel in der Hand hatte, den ich nur in der Mitte (50% Griff- : 50% Schlaglänge) halten konnte. Ungleiche Bedingungen ?
    Rechnen wir gleich mal nach.

    Ich entdeckte, daß der Schlegel (cipín) der Bodhrán um mehr als die Hälfte kürzer als ein Trommelstock war - rein rechnerisch könnte eine neue Spieltechnik auf der Bodhrán das beidhändige Trommeln auf dem Schlagzeug ersetzen. Halber Schlagweg = Halbe Schlagzeit - oder ? siehe weiter unten.

    Ich probierte folgende Spielweise, die ich nunmehr als Bodhrumming propagiere, weil sie eben das Drumming auf der Bodhrán repräsentiert. Ich halte also den Schlegel mit drei Fingern zwischen Daumen auf der oberen Seite und Zeige und Mittelfinger untererseits im Gleichgewicht. Der Ringfinger liegt einsatzbereit ohne Berührung des Schlegels auf der oberen Seite und wird nur als kleiner Helfer zur Korrektur des Schwungausgleiches benutzt. Mein Arm und Handgelenk liegen entspannt in 1-7 Uhr Position. Das untere Ende des Schlegels zeigt auf das Trommelfell.

    Die Bewegung des Schlegels wird nun so erzeugt: Der Drehpunkt der Bewegung wird zwischen Daumen und Zeigefinger fixiert. Mittel- und Ringfinger bilden dann je nach Abstand zum Schlegel einen auf gegenüberliegenden Seiten bewegten Zeitpuffer zum Umschalten der Schlagrichtung, die nun abwechselnd zwischen Vor- und Innenhand ausgeführt werden. Zum Verständnis bitte unbedingt die Ausgangshaltung ausprobieren. So kann man fühlen, wie der Schlegel swingt ! Es funktioniert allerdings von allein.

    Wir benötigen nun zwei neue Ausdrücke. um die Bewegung des Schlegels zu beschreiben, damit Verwechslungen mit anderen Spielanleitungen für die Bodhrán ausgeschlossen werden können.

    Ich bezeichne im folgenden einen Schlag auf das Fell der Bodhrán mit der oberen Seite des Schlägels als VOR im Sinne von VOR-hand, ein Schlag mit dem Schlegel auf der IN-nenhand heißt bei mir IN. Probieren Sie folgendes Schlagmuster aus: VOR - IN - VOR - IN - anfangs fühlt es sich ungewohnt an, eröffnet Ihnen jedoch neue Möglichkeiten zur musikalischen Begleitung. Der VOR-Schlag erfolgt auf 1 Uhr, der IN-Schlag ist dann auf 7 Uhr. Das geht sehr schnell, weil das Handgelenk nicht gedreht werden muß. Bezüglich der Schlagzeiten von Drumsticks und cipín ist zu sagen, daß der halbe Weg zum Trommelfell dem cipín entscheidende Zeitvorteile bei enntspannter Spielweise bietet. Das gilt für rockige 4/4 Takte, was aber nicht den Kerry-Style abwertet, weil der eben Irish-Folk angepaßt ist. .

    Lets look at some facts in "slow motion" : To play a roll in time of a quarter note you can do it in 3 ways, Drummers use both sticks "right-right - left-left" = 4 beats, Bodhrummers use both ends of one stick playing "FORE - IN" = 2 beats and Bodhránees "down-top-up" = 3 beats in equivalent time. Drum and Bodhrum rolls are made in groups of two or four with an extra stroke, Bodhrán rolls contain groups of three.

    To play fast and relaxed through an evenings event it is nessessary to use absolute optimised movements of the tipper to get the shortest physical way from beat to beat. Bodhránees should try the following exercise: play Down-Top-Top-Up in common time. Tip: first Top is played to the right, second Top moves left and watch for minimum movements turning your wrist as usual.

    Summary : That is what I ....

    There are some more good reasons for "bodhrumming". The very short distance from beat to beat on the skin provides relaxed playing of fast and offbeat rhythms for other than celtic music. When you have learned to use the pitch of your Bodhrán's skin you are able to play a single instrument like a complete drumset, swinging, rocking and - portable !
    That is what I need.

    Hear me bodhrumming (11 khz, 8 bit stereo, 13,48 sec, but 290 KB !)

    Scottish Bagpipe music often comes along with a special drum arrangement played on snaredrums with sticks. Use your Bodhrán instead with bodhrumming. It's easy to follow the marches in real common time. Both heads of the tipper can be used like two sticks alternately. The leading beat should be a FORE-beat, accents can simply made by an emphasized strong beat when needed. The IN-beat is used for rolls and fill-ins or may be skipped. Use Random play and the rhythm is complete different from that you will get with the Kerry-Style.
    That is what I sometimes like.

    Finally you can mix all techniques to create your own style.
    That is what I want you to do.

    Since it is hard work for me to explain in English what I want to say, feel free to ask for more detailed information if nessessary. Mark the area where you are confused and add your question. I am glad for any feedback to the address below. Otherwise I must set up the German section first and then translate it. Please be patient. soon

    More....

    There is something more worth to be said. I am sure that I never can be an Irish Bodhránee because my musician roots are not Irish - they are German forever. During practice and playing I noticed, that I am able to follow tunes played by Irish groups in fast time and double-ended stick style, but when I must lead playing in sessions, sometimes I like to make my own rhythms depending on my german tradition and adapt them to the music - hoping to lift it my way. But what ever I do, I want that the tune must be followed and the basic rhythm is not altered. This could be a first step that Irish music becomes to be traditional continental stuff ;-) . No matter from where you are, try to include Bodhrán playing to your music to fit your needs, I think it will be great !

    The Bodhrán is a portable light drum and can be with you where ever you want to play. I have gotten a 22 inch case made for cymbals to transport the instrument save and sure. This is availiable at any drummer store. Let your dealer know that there is another drum to be common to the scene worth to be supported to Folkies like us.

    It is absolutely nessessairy for my performance of simultaniously drumming and singing to move around the microphone and not to be fixed to one point on the stage. I mounted a AKG B 409 condenser microphone on the rim and turned the gooseneck joint into an optimum position inside the Bodhrán. The phantom power is taken from a B9 battery supply unit or a special DI Box (MPB-Box) from the mixer. Now I can move relaxed during the set having a correct adjusted mike-position. Phil Smilley von den gowww Tannahill Weavers benutzt einen kleinen Equalizer, um unerwünschte Frequenzen herauszufiltern. Der Anschluß an das Mischpult sollte immer mit einem symmetrischen Kabel erfolgen , damit Rückkopplungen und Leitungsbrummen vermieden werden.( XLR-Kabel, eventuell ist eine zusätzliche DI-BOX erforderlich)

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  11. Bodhrán für Anfänger ...

    Der-Die-Das-Bodhrán ?
    für mich kein Zweifel: Bodhrán ist weiblich !!!!
    SIE wird nunmal nicht geschlagen, sondern liebevoll behandelt und gestreichelt.

    Nach meiner Auffassung ist man als Anfangender mit einem gebrauchten Instrument ganz gut bedient. Mit 200 DM ist man oft schon dabei. Der (private) Verkäufer hilft bestimmt gerne mit einigen Hinweisen. Für ein neues Instrument sollte man aber mindestens 400 - 600 DM einplanen.

    Aus eigener Erfahrung schöpfend, kommt man sich ziemlich blöd vor, wenn man das erste Instrument kaufen will. Deshalb einige Hinweise:

    Entscheidend ist das Bodhrán-Fell, es sollte sauber auf dem Rahmen befestigt sein und keine Risse und Wellen aufweisen. Bei normaler Raumtemperatur kann das Fell ca. 4 mm mit der flachen Hand eingedrückt werden, um verschiedene Töne zu erzeugen. Eine Einrichtung zum Stimmen des Instrumentes ist nützlich, aber zu Anfang kein "Muss". Man sollte aber bedenken, dass hohe Luftfeuchtigkeit das (Natur)Fell erschlaffen läßt - was zu Hause funktioniert, kann draussen am "Lagerfeuer" verheerende Auswirkungen haben:

    Schlaff Drum - kein Fun !

    Ein auf das Fell gemalte Muster oder sonstige Kunstwerk heißt nicht, das was gut aussieht, auch gut klingt; manchmal verstecken sich kleine Fell-Fehler unter dem Kunstwerk ! Also genau hinschauen !

    Naturfelle (Ziege, Kalb, Lamm) klingen unterschiedlich und sind manchmal ungleich dick; wer seine Bodhrán kennt, weiss dieses positiv zur Erweiterung des Klangspektrums einzusetzen - wünschenswert (auch für Fortgeschrittene) !

    Plastikfelle haben einen relativ harten Klang, (zwinker ein)--- sind dafür aber lauter, übertönen alle unverstärkten Mitspieler und sind deshalb zum persönlichen Showdown das geeignete Medium, mal richtig die Sau rauszulassen, was den Bekanntheitsgrad entscheidend erhöht ... --- (zwinker aus) und können deshalb nur mit Dämpfung für spezielle Effekte oder am "Lagerfeuer" eingesetzt werden.

    JEDOCH: Schweineleder kommt überhaupt nicht in Frage !

    Den Klang der Bodhrán kann man prüfen, indem man etwa 3 cm vom Rand das Fell rundherum ungedämpft anschlägt, ist der erzeugte Ton in etwa gleich, ist das Instrument gestimmt; wenn nicht, sollte man den Klang mit den Stimmschrauben justieren; sind diese nicht vorhanden, hilft nur eines: "Finger weg" oder "Ins Lagerfeuer" !
    (sorry, ist mir so rausgerutscht)

    Man sollte sein Augenmerk weiterhin auf den Klöppel (sächsisch: Glöbbel, gaelisch: cipin) richten, er sollte gedrechselt und sauber ausgewuchtet sein. Wenn man ihn auf einer glatten Unterlage rollt, darf er nicht "eiern". Das Gleichgewicht sollte in der Mitte des Schaftes liegen. Kleine Abweichungen sind erlaubt, erfahrungsgemäß kommt man aber an der Anschaffung eines persönlich als "Den Richtigen" empfundenen nicht vorbei.

    Der Holzrahmen muss mit einem innenliegenden aus Stäben gefertigten Holzkreuz zur Stabilisierung der Stimmung des Felles und zur Kontrolle des Instrumentes bezueglich Halt und Fellandruck während des Spielens versehen sein. Drahtkreuze deuten auf einen Eigenbau hin, was aber nur in seltenen Fällen ein Schnäppchen ist.

    hierzu schrieb Rolf Wagels einst folgendes

    Das war vielleicht mal so, ist aber heute nicht mehr so allgemeingültig. Die hervorragenden Trommeln eines Brendan White oder eines Norbert Eckermann sind so stabil, die brauchen das Kreuz nicht mehr (bei Norbert sind sie Standardmäßig ohne..) Preise sind schon so, wie Henry gesagt hat, siehe auch Preise auf den beiden HomePages. Ich würde immer zu stimmbar raten, ist etwas, was einem schnell fehlt, wenn man es nicht hat.

    Von billigsten (neuen) Produkten made in Asia kann ich nur abraten, die sind oft nicht mal zum "Ausprobieren" geeignet. Gerade zu Anfang braucht man zur Kontrolle einen sauberen Klang (man hat ja genug Probleme mit der Spieltechnik)
    - sonst gibts gleich Frust und das Kapitel ist erledigt.



  12. Bücher ....
  13. Steáfán Hannigan, The Bodhrán Book, 1991, OMB 71
    Ossian Publications Ltd. P.O.Box 84, Cork, Ireland
    The Bodhrán Book Demo Tape ,1991, OSS 57, ist ebenso verfügbar

    Mícháel O Súilleabháin, The Bodhrán
    an easy to learn method for the complete beginner showing the different regional styles and techniques.
    Waltons Musical Instrument Galleries Ltd. 1984
    2/5 North Frederick St. Dublin 1. Tel.747805, (steht so im Buch)

    Irish The Secrets of the Bodhrán and how to play it


    Online Tutorial by Malachy Kearns
    Wer hat mein drittes Buch ? Mist (=Nebel) .. unauffindbar .. Suche abgebrochen .. soon

    Videos:

    Mel Mercier with Seamus Egan: Bodhrán and Bones:
    This video includes essential dance forms and rhythmic patterns, traditional and innovative techniques, plus an in-depth demonstration of the "roll" stroke.

    Tommy Hayes, Bodhrán, Bones and Spoons: Waltons Musical Instrument Galleries Ltd.
    It is an excellent tutorial on the bodhrán, covering several styles of play and lots of techniques.
    Mit Live-Bühnenauftritten mit Steve Cooney, Charlie Lennon, Gerry O'Connor und Carmac Breathnach. 61,30 DM

    bei Licht betrachtet, scheinen mir diese Vidos mehr zum Staunen, denn zum Lernen geeignet zu sein - aber das kann jeder für sich in den folgenden 20 Jahren durch Fleiß und entsprechende Anstrengungen relativieren - schließlich hat man doch ein lohnendes Ziel vor Augen .... oder ???

    =;-)

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Copyright © H.-Henry Kochlin, Text und Logo.
aktualisiert am 19.04.2002
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